Chemie Olympiade

 

Seit der Einführung der Chemieolympiadevorbereitungskurse am BG/BRG Fürstenfeld nahmen bisher mehr als 700 SchülerInnen aus den 4. bis 8. Klassen an der Kursen teil, und viele profitierten von ihren Erfahrungen, die sie während ihrer Zeit am Arbeitsplatz Schule im Labor machten.

 

"In der Schule müssen Begabungen gefördert werden, und die Leistungsbereitschaft junger Menschen ist bestmöglich zu unterstützen. Attraktive Wettbewerbe wie die Chemieolympiade erfüllen diese beiden Forderungen beispielgebend. Ein Wettbewerb dieser Art hat auch Signalwirkung: Er betont die Bedeutung der Naturwissenschaften und ist eine wesentliche Motivation für die Jugendlichen, sich überdurchschnittliche Kenntnisse für ein Fachgebiet anzueignen. Ich bin sehr froh darüber, dass das Interesse an der Chemieolympiade so groß ist. Dies bedeutet für mich auch, dass es den Chemieprofessorinnen und Professoren gelungen ist, ihre Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaft zu begeistern."

Aus dem Vorwort des Landesschulpräsidenten für Steiermark,Mag. Johann Stadler, anlässlich des Bundeswettbewerbes am BG/BRG Fürstenfeld 1998) 

 

Auch heuer haben sich wieder sehr viele Jugendliche zu den Vorbereitungskursen für die Chemieolympiade gemeldet. Die Beweggründe jedes Einzelnen mögen verschieden sein, ihre Ambitionen vielleicht sogar belächelt werden, aber sie sind stets mit großem Einsatz bei der Arbeit. Von der Öffentlichkeit "erstaunlicherweise" wenig beachtet sind es gerade der Umgang mit dem Lehrer und die Kommunikation mit den anderen Jugendlichen, die die Lern- und Leistungsfähigkeit fördern.

Die Ansprüche sind durchwegs hoch, aber natürlich dem jeweiligen Entwicklungsstand angepasst, und der Wettbewerb als solches zu begrüßen, zumal einem dabei ja auch die Grenzen des eigenen Wissens deutlich aufgezeigt werden und nur jemand Spitzenleistungen erbringen kann, der - auf sein logisches Grundwissen aufbauend - den Überblick behält und sich nicht von vornherein zu einem Spezialisten ausbildet. Am ehesten ist diese Situation mit der eines Zehnkämpfers im sportlichen Bereich zu vergleichen, der sich ja auch nicht auf ein Teilgebiet der Leichathletik spezialisieren darf. Am BG/BRG Fürstenfeld gibt es zwar keinen Zehnkämpfer in den Chemieolympiade-Kursen, aber es gibt doch einige Dinge, die zumindest hier bei uns immer wieder auffallen:

1. Der große Anteil an weiblichen Personen

2. Die oftmals außerordentliche musische Begabung der Chemieolympioniken

3. Das Engagement aller Schüler(innen).

Immer wieder gab es ausgezeichnete Plazierungen und in den letzten Jahrzehnten qualifizierte sich oft ein Schüler des BG/BRG für die Teilnahme am Bundeswettbewerb. 1995 (Klagenfurt) und 1996 (Hallein) war es Roman Fiedler (er verpaßte 1996 in Hallein als Fünftplazierter nur knapp die Qualifikation für die Internationale CHO in Moskau); 1997 in Landeck, 1998 in Fürstenfeld und 1999 in Schwechat war es Clemens Huber, der sich 1998 mit dem 4.Platz auch für die ICHO qualifizierte. 1999 schafften außer Clemens Huber auch Stefan Rath und Thomas Rath die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. Im Jahr 2000 schaffte zwar nur Stefan Rath die Qualifikation für den Bundeswettbewerb in Linz. Er erreichte dafür aber gleich die beste Leistung aller Zeiten eines Fürstenfelder Chemieolympioniken: Er erreichte beim Bundeswettbewerb den hervorragenden 3.Platz (Silbermedaille), qualifizierte sich damit für die ICHO in Kopenhagen und gewann dort eine Bronzemedaille!

Weitere ausgezeichnete Plazierungen findet ihr in der Rubrik Landeswettbewerb FF!

 


Als Ergänzung ein Ausschnitt aus dem Artikel aus dem Jahresbericht 2009/10 zu "30Jahre Chemieolympiadevorbereitungskurse":

30 Jahre Chemieolympiade-Vorbereitungskurse

Die Chemieolympiadevorbereitungskurse an unserer Schule feiern ihr 30 jähriges Jubiläum. 1978/79 erstmals an unserer Schule von Mag. Fritz Knall durchgeführt, existiert diese Art der Begabungs- und Interessenförderung (mit zwei kurzen Unterbrechungen 1980/81 und 2004/05) nun schon das 30. Jahr.

Mehr als 700 Schüler(innen) besuchten bisher die "unverbindlichen Übungen" und "opferten" dafür einen erheblichen Teil ihrer Freizeit (oft mehr als 50 Eifrige aus den 3. bis 8. Klassen pro Schuljahr!). Sie lernten und lernen hier Fähigkeiten, die weit über das einfache "Experimentieren" hinausgehen. Viele machten ihr "Hobby" zum Beruf - sei es direkt als Chemiker(in) oder Biochemiker(in), Chemotechniker(in), Pyrotechniker(in) oder auch als Mediziner(in), Pharmazeut(in) .......

 

kurs1978-2010

 

 

Dabei gab es so nebenbei für die "Fürstenfelder" insgesamt 53 Medaillenränge - 48 davon bei Landeswettbewerben (6x Gold, 16x Silber und 26x Bronze). In den letzten 15 Jahren erreichten wir 5 Medaillen bei 15 Teilnehmern am österreichischen Finale. Clemens Huber (1998 / Melbourne - honorable mention) und Stefan Rath (2001 / Kopenhagen - Bronze) waren die bisherigen Vertreter Fürstenfelds bei  Internationalen Chemieolympiaden.

Dabei gab es auch all die Jahre zusätzliche finanzielle Mittel vom Ministerium zur Ausstattung der Chemieabteilung der Schule - dadurch auch mehr Material für Experimente im regulären Chemieunterricht. Zählt man zu den € 30.000,- vom Ministerium die Gelder der Sponsoren  aus Fürstenfeld und Umgebung dazu, gab es bis dato ein Sonderbudget, das die Schule nicht "belastet", in der Höhe von mehr als € 45.000,-.